Das dritte Studioalbum „Slippery When Wet“ von Bon Jovi ist mehr als nur ein Erfolgsalbum – es ist ein Soundtrack der 80er, durchtränkt von jugendlicher Rebellion, romantischem Pathos und ungebändigter Energie. Es steht für eine Ära, in der Rock gross, laut und ungeniert emotional sein durfte.
Die Songs sind dabei überraschend zeitlos geblieben – was sich nicht nur in ihrer stetigen Präsenz in Radios und auf Playlists zeigt, sondern – oder vielleicht gerade deswegen – auch in ihrer Live-Wirkung.
Als Bon Jovi am 18. August 1986 ihr drittes Studioalbum „Slippery When Wet“ veröffentlichten, konnte wohl niemand ahnen, dass dies der Startschuss für eines der erfolgreichsten Rockalben der Dekade sein würde. Mit einer Mischung aus kraftvollem Hard Rock, eingängigen Melodien und einer glitzernden Produktion traf die Band um Frontmann Jon Bon Jovi den Nerv der Zeit – und definierte damit den Sound der späten Achtziger.
mit „Slippery When Wet“ der internationale Durchbruch. Die Platte verkaufte sich weltweit über 28 Millionen Mal, schoss auf Platz 1 der US-Billboard-Charts und katapultierte die Band in den Rock-Olymp.
Vor allem „Livin’ on a Prayer“, ein Song über das Arbeiterpaar Tommy und Gina, wurde zur Hymne einer Generation – mit seinem markanten Talkbox-Effekt, gespielt von Gitarrist Richie Sambora, und dem mitreissenden Refrain, der bis heute bei jedem Konzert lautstark mitgegrölt wird.
Als „Livin’ on a Prayer“ 1986 durch den Äther der Radios hallte, war das mehr als jeweils nur ein Hit – es war ein Aufschrei einer Generation, die sich nach Freiheit, Zusammenhalt und Selbstbestimmung sehnte. Mit seinem aggressiven Riff bei «You Give Love a Bad Name«, dem dazugehörigen, patzigen Text und Jon Bon Jovis charismatischer Stimme war er das musikalische Ventil für alle, die sich von Liebe oder Leben betrogen fühlten. Es war dieser Spirit der Selbstbehauptung – laut, stolz, ungeschliffen –, der der Musik jener Zeit ihre Kraft verlieh.

