Zwei Wochen lang verwandelte sich der Herrenacker mitten in der malerischen Altstadt von Schaffhausen in das Herz der Schweizer Festivalkultur. Das 14. „Stars in Town“ zeigte einmal mehr, warum es als das familienfreundlichste Festival der Schweiz gilt: friedlich, gemütlich, liebevoll gestaltet – und musikalisch so abwechslungsreich wie kaum ein anderes Event.
Schon beim Betreten des Festivalgeländes fiel die durchdachte Anordnung ins Auge: Zwischen der VIP-Lounge und der Sunrise Starzone breitete sich der Zuschauerbereich aus, leicht ansteigend, sodass alle Besucher – vom ersten bis zum letzten Platz – eine perfekte Sicht auf die grosse Bühne hatten. Ganz hinten lud die Chillout Area mit bequemen Sitzmöglichkeiten und liebevoll dekorierten Essens- und Getränkeständen zum Verweilen ein.
Auch wenn der Start wettertechnisch noch wenig sommerlich war, wechselte mit jedem Tag der Modus spürbar auf „Sommer“ – passend zu den immer heisser werdenden musikalischen Momenten.
Schon am Eröffnungsabend sorgten Alice Cooper und Ugly Kid Joe für ein Rock-Feuerwerk. Der 77-jährige Schockrocker Cooper bewies eindrucksvoll, dass von „ausgerockt“ bei ihm keine Rede sein kann. Seine Show – theatralisch, düster, mitreissend – setzte die Messlatte hoch.
Der Sing- und Songwriter-Abend mit Tom Gregory, James Bay und Rea Garvey brachte eine ganz andere Magie: Mit zunehmender Dunkelheit verschmolzen gefühlvolle Songs, warme Bühnenbeleuchtung und die Begeisterung der Fans zu einem fast schon entrückten Moment. Besonders Garvey entliess ein vor allem weibliches Publikum mit leuchtenden Augen und voller Glückseligkeit in die Nacht.
Internationale Pop-Energie lieferten Nelly Furtado aus Kanada und Ray Dalton aus den USA. Mit tänzerischen Showeinlagen und pulsierenden Beats hatten sie das Publikum binnen Minuten auf den Beinen.
Für Nostalgie und Adrenalin sorgten die 90er-Jahre-Acts Biffy Clyro und H-Blockx. Letztere eröffneten den vorletzten Abend mit harten Gitarrenriffs, treibenden Beats und energiegeladenem Gesang – Mitsingen und rhythmisches Kopfnicken inklusive.
Das grosse Finale gehörte James Blunt, Picture This und Pegasus. Während Blunt mit Charme, Humor und Hits wie gewohnt Herzen eroberte, sorgte Pegasus für einen bittersüssen Moment: Das Konzert war zugleich ihr letzter gemeinsamer Auftritt vor der Bandauflösung – ein Abschied, der sowohl Musiker als auch Publikum bewegte.
„Stars in Town“ 2025 hat einmal mehr bewiesen, dass es mehr ist als nur ein Musikfestival: Es ist ein Treffpunkt für Generationen, ein Fest der Vielfalt – und ein Sommerhighlight, das in Erinnerung bleibt.

