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STARS IN TOWN – DER HERRENACKER BEBT…

Megawatt, The BossHoss und Gölä verwandelten den dritten Abend von Stars In Town in ein schweisstreibendes Fest aus satten Gitarren, grossen Refrains und Schweizer Rockleidenschaft. Auch am Freitagabend war der Herrenacker bis auf den letzten Platz gefüllt – und Schaffhausen erneut ganz im Zeichen der Musik.

Es war weit mehr als «nur» Unterhaltung. Es war absolute Live-Leidenschaft, die an diesem dritten Festivalabend sowohl auf der Bühne als auch mitten im Publikum zu spüren war. Von den ersten Gitarrenakkorden von Megawatt bis zum letzten Song von Gölä lag über dem Herrenacker jene besondere Energie, die entsteht, wenn Musik nicht einfach gespielt, sondern gemeinsam gelebt wird.

MEGAWATT
Bei schweisstreibenden Temperaturen eröffneten Megawatt den Abend vor dem Schweizer Nationalfeiertag. Die nationalen Rockgrössen liessen dabei von Beginn an keinen Zweifel daran, wohin die Reise gehen sollte: geradeaus, laut und voller Kraft. Satte Bassriffs, melodische Gitarrenlinien und Texte, die sich bereits nach wenigen Takten aus Hunderten Kehlen zurückmeldeten, machten ihren Auftritt zum perfekten Auftakt.

Megawatt präsentierten sich als bestens eingespielte Einheit. Ihre Songs wirkten direkt, bodenständig und gleichzeitig gross genug für die Bühne auf dem Herrenacker. Die Band spielte nicht einfach vor dem Publikum – sie suchte den Kontakt, nahm die Menschen mit und legte damit das Fundament für einen Abend, der zunehmend an Intensität gewinnen sollte.

THE BOSSGHOSS
Mit The BossHoss zog anschliessend Berliner Grossstadt-Cowboy-Flair in die Schaffhauser Altstadt ein. Die deutsche Band, bekannt für ihre kraftvollen Interpretationen bekannter Popsongs im Country- und Rockstil, brachte einen wilden Rhythmus, eingängige Refrains und eine gehörige Portion Show auf die Bühne.

Der Sound von The BossHoss lebt von Gegensätzen: Country trifft auf Rock, Western-Attitüde auf moderne Popmusik, lässige Coolness auf schweisstreibende Bühnenarbeit. Genau diese Mischung funktionierte auch in Schaffhausen. Die Band trieb das Publikum mit stampfenden Beats und druckvollen Gitarren immer weiter an und verwandelte den Herrenacker zeitweise in einen riesigen Open-Air-Saloon.

GÖLÄ
Spätestens als Gölä die Bühne betrat, gab es jedoch kein Halten mehr. Bis weit nach hinten zu den Foodständen standen die Fans dicht gedrängt, die Blicke auf den Schweizer Headliner gerichtet. Und bereits die ersten Sekunden machten deutlich: Er kann es immer noch. Gölä muss lediglich auf die Bühne kommen – und die Menge feiert den Musiker aus dem Berner Oberland frenetisch.

«…Hoi zäme, Ig be dr‘ Göla und mir mache jetzt zäme musig»

Seine Musik ist längst Teil der Schweizer Pop- und Rockgeschichte. Songs über das Leben, die Liebe, das Scheitern, das Weitermachen und die kleinen wie grossen Momente des Alltags treffen auch Jahrzehnte nach seinen ersten Erfolgen mitten ins Herz. Auf dem Herrenacker wurden sie nicht nur gehört, sondern lauthals mitgesungen.

Gölä wirkte dabei authentisch, nahbar und vollkommen in seinem Element. Kein unnötiger Firlefanz, keine Distanz zwischen Star und Publikum – stattdessen ehrliche Musik, kernige Gitarren und jene unverkennbare Stimme, die bereits nach wenigen Worten eine ganze Generation abholt.

Das Publikum dankte es ihm mit ungebremster Begeisterung. Arme gingen in die Höhe, Refrains hallten durch die Altstadt und zwischen Bühne, Häuserfassaden und sommerlichem Nachthimmel entstand für einige Stunden dieses besondere Gemeinschaftsgefühl, das nur Live-Musik erzeugen kann.

Dass Stars In Town auch am dritten Abend in Folge ausverkauft war, überraschte angesichts dieser Atmosphäre kaum. Die Geburtstagssause zur 15. Ausgabe des Festivals ging damit eindrucksvoll weiter. Mitten in der Stadt, umgeben von historischen Fassaden, feierten Tausende Menschen einen Abend voller Rock, Country, Mundart und echter Leidenschaft.

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