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Stars in Town – Mitten ins Herz

Das war sie also, die 15. Ausgabe von Stars in Town. Eine Jubiläumsedition, die mit grossen Namen aus dem In- und Ausland, mit bekannten Schweizer Acts, internationalen Stars und sieben Festivalabenden erneut gezeigt hat, weshalb dieses Festival längst weit mehr ist als eine Aneinanderreihung von Konzerten. Denn Stars in Town ist nicht einfach eine Bühne auf dem Herrenacker – Stars in Town ist Schaffhausen.

Es ist diese besondere Verbindung aus Musik, historischer Altstadt, Licht, Begegnungen und jener friedlichen Atmosphäre, die sich während der Festivaltage durch die Gassen zieht und die Stadt für einige Tage verändert.

DER HERRENACKER ALS HERZ DES FESTIVALS
Dort, wo sonst der Alltag seinen Platz hat, entsteht für wenige Tage im Jahr eine eigene kleine Welt. Die grosse Mainstage, die Menschenmenge davor, die Foodstände entlang des Platzes und darüber die Fassaden der Schaffhauser Altstadthäuser. Wenn am frühen Abend die ersten Besucher eintreffen, liegt noch Tageslicht über dem Platz. Die Sonne steht zwischen den Häuserzeilen, die Bühne erwacht langsam zum Leben und vor den Absperrungen sammeln sich die ersten Fans. Doch mit jeder Stunde verändert sich die Szenerie. Wenn die Nacht über Schaffhausen hereinbricht, beginnt einer der vielleicht schönsten Teile von Stars in Town.

Die Fassaden rund um den Herrenacker tauchen in Farben ein. Lichtprojektionen legen sich über Fenster, Mauern und historische Häuserfronten. Bilder bewegen sich über die Gebäude, Farben wechseln, Formen entstehen und verschwinden wieder.

MUSIK MITTEN IN DER ALTSTADT
Genau darin liegt die besondere Magie dieses Festivals. Stars in Town findet nicht irgendwo auf einem abgelegenen Festivalgelände statt. Es findet mitten in einer lebendigen Stadt statt.

Nur wenige Schritte vom Herrenacker entfernt führen die Gassen durch die malerische Schaffhauser Altstadt. Historische Häuser, Erker, Plätze, Restaurants und Bars werden während dieser Tage Teil des Festivalerlebnisses. Menschen sitzen draussen, andere ziehen von Platz zu Platz, irgendwo hört man Musik, irgendwo wird gelacht, diskutiert oder gemeinsam auf den nächsten Auftritt gewartet.

Und immer wieder begegnet man Menschen, die offenbar aus ganz unterschiedlichen Gründen hier sind. Die einen wegen eines bestimmten Headliners; die anderen wegen des gesamten Programms. Und wiederum andere vielleicht einfach deshalb, weil Stars in Town für sie längst zum Sommer in Schaffhausen gehört.

SIEBEN TAGE – VIELE MUSIKALISCHE WELTEN
Auch musikalisch zeigte die Jubiläumsausgabe erneut ihre enorme Bandbreite.

Der Auftakt gehörte Paula Dalla Corte, Dagny und Sting. Ein Abend, der bereits deutlich machte, welches Niveau die diesjährige Ausgabe erreichen sollte. Mit Soft Loft, MEEK und Lewis Capaldi folgte ein Abend zwischen feinen Tönen, emotionalen Momenten und einem Headliner, der den Herrenacker mit seiner Stimme und seiner direkten Art in den Bann zog.
Einen Tag später wurde es deutlich rockiger. Megawatt, The BossHoss und Gölä verwandelten den Platz in eine Mischung aus Rockshow, Mitsingkonzert und grosser Schweizer Festivalparty.

Und auch in der zweiten Festivalwoche blieb die musikalische Vielfalt erhalten.

Mit KAMRAD, Baschi und Amy Macdonald standen Singer-Songwriter-Sounds, Pop und grosse Stimmen im Mittelpunkt. Amy Macdonald brachte dabei nicht nur ihre bekannten Songs mit nach Schaffhausen, sondern auch jene unverkennbare Mischung aus schottischem Akzent, Charisma und Lebensgeschichten, welche ihre Musik seit Jahren prägt. Dann noch ein Abend, der ganz im Zeichen von Rap und urbanen Sounds stand. Gigi Malua, Lo & Leduc und Macklemore sorgten für Tempo, Beats und eine vollkommen andere Energie auf dem Herrenacker.

Macklemore machte dabei vom ersten Moment an klar, dass sein Konzert keine Show zum stillen Zuschauen werden würde. Es wurde laut, schnell, bewegungsreich und ausgesprochen publikumsnah.

Genau diese Vielfalt machte die Jubiläumsausgabe aus. Von Rock über Pop bis Rap. Von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern bis zu internationalen Stars.

STARTRAMPE – DIE ANDERE BÜHNE
Doch Stars in Town endet nicht am Rand des Herrenackers. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt der Fronwagplatz. Und dort zeigt das Festival eine andere, ebenso wichtige Seite.

Mit der Startrampe erhalten junge und aufstrebende Künstlerinnen und Künstler eine Bühne mitten in der Altstadt. Während auf der Mainstage grosse Namen auftreten, entstehen hier oftmals jene kleinen Momente, die Festivals ebenfalls ausmachen.

Menschen bleiben spontan stehen. Hören zu. Entdecken neue Musik. Und vielleicht steht dort jemand auf der Bühne, der einige Jahre später selbst auf einem deutlich grösseren Festivalplakat zu finden sein wird.

Gerade dieser Kontrast gehört zu Stars in Town. Auf der einen Seite internationale Stars und grosse Produktionen. Auf der anderen Seite Nachwuchskünstler, kleine Bühnen und unmittelbare Nähe – Beides gehört zusammen.

Vielleicht ist es aber etwas anderes, das nach diesen Tagen besonders hängen bleibt. Dieses friedliche Miteinander. Tausende Menschen bewegen sich durch die Innenstadt, stehen gemeinsam vor den Bühnen, essen, trinken, feiern und hören Musik.

Unterschiedliche Generationen treffen aufeinander. Fans verschiedener Musikrichtungen stehen nebeneinander. Familien, Jugendliche, ältere Besucher, Konzertfans und Menschen, die vielleicht einfach nur wegen der Atmosphäre in die Stadt gekommen sind.

Gemeinsam entsteht daraus jene besondere Atmosphäre, die dieses Festival seit mittlerweile 15 Ausgaben prägt. Für einige Tage im Sommer wird Schaffhausen zu einer eigenen kleinen Festivalwelt. Eine Welt aus Musik, Farben, Begegnungen und Emotionen.

Und wenn nach dem letzten Konzert die Bühnen langsam abgebaut werden und der Alltag wieder in die Altstadt zurückkehrt, bleibt vor allem eines:

«die Erinnerung an jene Tage, an denen Schaffhausen nicht einfach nur eine Stadt war…
…sondern Stars in Town».

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