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STARS IN TOWN – THIS IS THE LIFE…

Ein lauer Sommerabend, drei starke Stimmen und Songs, die Geschichten erzählen: Kamrad, Baschi und Amy Macdonald machten den dritten Abend der zweiten Festivalwoche von Stars in Town zu einem Singer-Songwriter-Abend voller Nähe, Emotionen und musikalischer Momente.

Es war einer dieser Sommerabende, für die Stars in Town gemacht scheint. Angenehme Temperaturen, die historische Kulisse der Schaffhauser Altstadt und ein Herrenacker, der sich bereits früh mit Musikfans füllte. Am dritten Abend der zweiten Festivalwoche standen weniger grosse Effekte oder brachiale Sounds im Mittelpunkt – vielmehr waren es Stimmen, Geschichten und Songs, die den Abend prägten.

KAMRAD
Den Auftakt machte KAMRAD – und der schaffte etwas, was an den vergangenen Festivaltagen bei den frühen Acts nicht immer ganz selbstverständlich gewesen war: Bereits zu Beginn seines rund 50-minütigen Sets zog es zahlreiche Zuhörer, Fans und Interessierte direkt vor die Bühne.

Mit seiner lockeren Art, eingängigen Songs und einer spürbaren Nähe zum Publikum sorgte der deutsche Sänger schnell für Festivalstimmung. Der Herrenacker hörte nicht einfach nur zu – er machte mit. Damit legte KAMRAD einen überraschend starken Start hin und bereitete den Boden für das, was an diesem Abend noch folgen sollte.

BASCHI
15 Jahre Stars in Town – und tatsächlich dauerte es bis zum Jubiläumsjahr, ehe Baschi erstmals auf der Bühne des Herrenackers stand.

Doch wenn schon Premiere, dann richtig.

Der Basler Sänger reiste nicht nur mit jeder Menge bekannter Songs nach Schaffhausen, sondern brachte gleich noch sein neues Album „Bürgin“ mit. Und das Timing hätte kaum besser sein können: Ausgerechnet am Tag seines Stars-in-Town-Auftritts feierte das Album seinen Release.

Entsprechend besonders fühlte sich dieser Abend an. Baschi wirkte, als hätte er durchaus Lust, die verlorenen 15 Stars-in-Town-Jahre gleich bei seinem ersten Auftritt nachzuholen. Zwischen neuen Songs, bekannten Nummern und der für ihn typischen direkten Art entstand schnell jene Verbindung zum Publikum, die einen Festivalauftritt von einem normalen Konzert unterscheidet.

Baschi war endlich auf dem Herrenacker angekommen – und irgendwie fragte man sich danach nur noch: Warum eigentlich erst jetzt?

AMY MACDONALD
Als schliesslich Amy Macdonald die Bühne betrat, wechselte die Stimmung nochmals.

Fast zwei Jahrzehnte sind vergangen, seit die schottische Singer-Songwriterin mit „This Is the Life“ international durchstartete. Vieles hat sich seither verändert – einiges jedoch überhaupt nicht.

Dieses Lachen. Diese strahlenden Augen. Diese natürliche, fast schon unaufgeregte Präsenz. Und natürlich dieser unverkennbare schottische Akzent, der ihrer Stimme und ihren Songs eine ganz eigene Färbung verleiht – mal warm und verletzlich, mal kraftvoll und voller Energie. In Schaffhausen begann für Amy Macdonald zudem etwas Neues: Auf dem Herrenacker startete sie ihre aktuelle Tournee.

Macdonald braucht keine überladene Inszenierung, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ihre grösste Stärke sind ihre Songs – und die Geschichten dahinter. Geschichten über das Leben, über Menschen, Begegnungen, Erinnerungen und eigene Erfahrungen. Ihre Musik wirkt deshalb nie konstruiert. Sie fühlt sich persönlich an, authentisch und erstaunlich zeitlos.

Wenn Amy Macdonald singt, erzählt sie. Wenn sie zwischen den Songs spricht, hört man ihr gerne zu. Und wenn dieses unverwechselbare schottische Timbre über den Herrenacker zieht, reicht manchmal bereits eine bekannte Melodie, um Erinnerungen wachzurufen.

Natürlich durfte dabei jener Song nicht fehlen, mit dem vor beinahe 20 Jahren alles begann: „This Is the Life“.

Ein Song, der längst weit mehr als nur ein Hit aus den 2000er-Jahren ist. Er gehört zu jenen Liedern, bei denen bereits die ersten Takte reichen, um Bilder, Erinnerungen und persönliche Momente hervorzurufen. Und genau dafür sind Sommerfestivals wie Stars in Town schliesslich gemacht.

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